Ich kenne kein anderes Brett-, Karten- oder Onlinespiel, das den menschlichen Geist in seinen fanatischen Abgründen und genialen Höhenflügen derart puristisch spiegelt wie Schach. Wer dämonische Intelligenz, Coolness oder auch Wahnsinn mit einem Spiel symbolisieren möchte, läßt traditionell in der Regel die Finger von Bridge oder Backgammon, von Playstation Fußball oder Monopoly und was es alles so gibt, – sondern dürfte spontan Schach auswählen.
Pokern beispielsweise, besonders wenn die Einsätze nervenzerfetzend hoch sind, kann zwar durchaus einen faszinierenden Mix aus Psychologie und Wahrscheinlichkeiten bilden, aber auch die besten Spieler der Welt sind völlig hilflos, wenn sie eine temporäre Pechsträhne erwischen und Hand um Hand auch als haushohe Favoriten immer wieder verlieren. Beim Schach gibt es im Zweifelsfall kein Pech, auch nicht kurzfristig, sondern nur schlechtes Spiel. Was die Faszination einer verborgenen inneren Wahrheit erzeugt, die es zu erkennen gilt. Im Vergleich zu der Bauernschläue des Pokerns, deren sehr vergänglicher Reiz darin liegt, daß man gewinnt, egal mit welchen schmutzigen Tricks, mathematischen Wahrscheinlichkeiten oder mit wieviel Glück.
Go wiederum, das sich von der strategischen und für den Anfänger undurchdringlichen Komplexität durchaus mit dem Schach messen kann, hat den sinnlichen Charme einer Plattenbausiedlung: Statt Figuren wie Könige und Damen und Springer und Bauern werden immer gleichaussehende, kleine Steinchen auf ein Spielbrett gesetzt. Funktional tiefsinnig, eine Art „Bauhaus“ des Brettspiels, aber völlig ohne jede Phantasie anregende Symbolik. Go verkörpert schon vom ersten Augenschein die kollektivistische Idee, daß Individualität eine Illusion ist und der einzelne nur im Gesamtbild eine Bedeutung hat. Während im Schach die unterschiedlichen Figuren auf die unterschiedlichsten Weisen das Spiel gestalten und entscheiden können. Individualität steht zwar auch hier im Dienst des gesamten Geschehens, aber sie wird nicht versteckt, sondern in der Symbolik der Figuren ausgelebt. Wenn beispielsweise ein Springerzug bei vollem Brett zu einem sogenannten „erstickten“ Matt führt, dann ist dies für alle echten Schachspieler, egal ob Großmeister oder Amateure, immer eine gerne gesehene Augenweide, unabhängig davon wie simpel das Zustandekommen einer solchen Kombination war.
Im Gegensatz zu den hochrealistischen Shooter-Spielen am Computer, die reaktionsmäßig durchaus anspruchsvoll sind und eher an die Herausforderungen eines Flugsimulators gemahnen, wird Schach nicht ohne Grund der König der Spiele, das Spiel der Könige genannt: Trotz aller konkreten taktischen Geplänkel wie Figuren schlagen geht es auf den höheren Levels um ein strategisches Gesamtbild. Die Perspektive guter Spieler ist im krassen Unterschied zu den egomanischen Shooter-Spielen, die im streetfightmäßigen, isolierten Abknallen von Feinden aufblühen, durch und durch holistisch.
Nur daß diese holistische Perspektive aufgrund der praktisch unendlich Möglichkeiten der sich ergebenden Stellungen in ein Labyrinth führt, wo zumindest die menschliche Intelligenz meist völlig die Orientierung verliert. Was den großen Reiz des Spiels ausmacht: Durch ein quadratisches Spielfeld und insgesamt 32 Figuren vom Setting begrenzt genug, um nicht überwältigend einschüchternd zu wirken, aber trotzdem potentiell derart chaotisch in seinen Entfaltungen, daß es nie langweilig wird. Wenn man jedenfalls kein absolut dominierender Spieler ist wie heute Magnus Carlsen oder einst ein Robert Fischer, von dem der Ausspruch überliefert ist, daß Schach ein so schweres Spiel nun auch wieder nicht sei. Was aus dem Munde eines Mannes, der einen Großteil seines Lebens nichts anderes gemacht hat, als eben Schach zu spielen, natürlich stimmt.
Auch rein mathematisch ist Schach als geschlossenes System (begrenztes Spielfeld, definierte Regeln) für Computer inzwischen eher eine unterkomplexe Fingerübung. Was sich darin zeigt, daß es keinen Spieler mehr gibt und jemals mehr geben wird, der gegen ein halbwegs modernes Smartphone mit einer Schachapp gewinnen kann. Was aber an der Faszination offensichtlich nicht wirklich etwas ändert; man hat als Mensch ja auch keine Chance, zu Fuß mit einem Porsche auf der Autobahn mitzuhalten oder ihn gar zu überholen, – und trotzdem laufen die Leute weiterhin leidenschaftlich Marathon.
Für normal Sterbliche ist also Schach nach wie vor wie eh und je ein Mysterium. Und damit lande ich bei mir selbst, denn dieses Spiel ist tatsächlich einer der wenigen Konstanten meines Lebens: Während Jobs, Beziehungen, Hobbys oft auf eine durchaus unberechenbare Weise sich veränderten, klebt Schach seit meiner Kindheit geradezu wie mein eigener Schatten an mir. Was umso erstaunlicher ist, weil von Anfang an Schach keineswegs meine große Liebe war, sondern eher ein unterhaltsamer Zeitvertreib der zweiten Wahl: Aufgrund einer fälschlich diagnostizierten Epilepsie (Angstzustände wurden physiologisch und nicht psychologisch behandelt) mußte ich als Junge mit Fußballspielen aufhören. Kopfbälle wurden als zu riskant für meine geistige Gesundheit bewertet, womit meine Karriere als hoffnungsvoller Linksaußen in der E-Jugend bei Hertha 03 beendet war.
Was aus vielen Gründen schade war: Wenn wir gewonnen hatten, tranken wir immer im Vereinsheim gemeinsam Faßbrause aus großen stiefelförmigen Gläsern. Auch werde ich wohl nie das Lob meines Trainers vergessen, wo er zu meinen Mannschaftskameraden sagte, sie sollten sich ein Beispiel an mir nehmen: Wenn ich gefoult wurde und deswegen den Rasen küßte, würde ich nicht rumjammern und schauspielern, sondern immer sofort wieder aufstehen.
Was ich auch in diesem Fall insofern zumindest psychologisch tat, als ich mich schnell umorientierte: Da Fußball nicht mehr ging – ich hinterfragte Entscheidungen von Ärzten damals als Kind nicht, dafür allerdings später bei Corona um so mehr –, erinnerte ich mich daran, daß ich im Schach alle Erwachsenen schlug, die mit mir spielten. Es gab damals in Kreuzberg, wenn man mit der Hochbahn zur „Amerika Gedenkbibliothek“ fuhr – was ich oft machte, denn ich war eine Leseratte –, ein großes Schild an der Hauswand eines Altbaus: „Hier spielt man Schach.“
Meine Mutter brachte mich also eines Tages dorthin und so nahm die erste Karriere meines Lebens ihren Lauf: Ich schlug alle Kinder und Jugendlichen dort und kam in die Obhut des Jugendtrainers, der in der Folge mit mir international Turniere besuchte und tatsächlich alles tat, um mich als Talent aufzubauen. Ich erinnere mich an einen Ländervergleich gegen England, wo ich vom Bahnhof mit einer Limousine als zwölfjähriger Junge abgeholt wurde und dann im Kurhaus von Baden-Baden in einem Saal voller Ornamente und Spiegel gegen einen Londoner Burschen meines Alters ein Remis spielte.
Das englische und deutsche Fähnchen an unserem Tisch gaben ein internationales Flair und daß ich auf einem zu hohen, gepolsterten Stuhl saß und meine Schuhe den Boden nicht berührten, zeigte symbolisch an, daß ich in die reale Welt der Erwachsenen eingetreten war.
Es machte mir natürlich schon Spaß; aber, und das war der springende Punkt: Weil ich täglich Medikamente gegen die fälschliche Epilepsie einnahm, die mein emotionales Bewußtsein drogenmäßig herunterdimmten, fehlt mir bei aller Begabung jene innere Leidenschaft, die ich beim Fußball hatte, wenn ich wie ein Irrer in Richtung des geflankten Balls gerannt war. Ich spielte also Schach auf vergleichsweise recht hohem Niveau und auch gerne, aber ohne hundertprozentige Hingabe. So daß mein Fortschritt logischerweise stagnierte und ich nie echtes Elitelevel erreichen würde. Was mich allerdings nicht groß kümmerte, da mein Herz eben nur halb an diesem Spiel hing. Seelisch war es letztlich Ersatz für Fußball.
Als dann irgendwann, ich stand kurz vor dem Abitur, ein junger Arzt die ganze Epilepsie-Diagnose bei mir anzweifelte und die psychisch sedierenden Medikamenten versuchsweise und dann für immer absetzte, zerbrach die emotionale Glasglocke. Ich trat aus dem psychischen Kerker wieder ins lebendige Licht, was sich sofort darin zeigte, daß ich meiner wahren Berufung folgte: Ich schrieb mit zwanzig meinen ersten Roman, bekam Stipendien als Autor und begann meinen literarischen Weg, der bis heute andauert. Deutlich steiniger als gedacht. Aber das ist ein anderes Thema.
Schach jedenfalls und das ist das Seltsame, konnte ich trotz der negativen Assoziation als notgedrungener Ersatz in meiner Kindheit und Jugend für Fußball auch in meinem weiteren Leben nicht lassen. Aber nicht deswegen, weil ich es für einen Amateur recht gut konnte, was ja oft der Grund für viele ist, welche Beschäftigung auch immer blindlings immer weiter auszuüben: Man macht etwas allein deswegen, weil man gut darin ist und meistens automatisch irgendeine Art von sozialer Anerkennung dadurch erfährt. Aber das, äußerer Status, egal worin, war für mich nie Motivation. Ich mußte zumindest unbewußt von einer Sache gefesselt sein, um sie zu betreiben.
Hier ist es jetzt an der Zeit, über den versteckten dämonischen Aspekt von Schach zu sprechen. Spieltechnisch lebt Schach davon, daß man eigene Vorstellungen darüber, was sich jetzt und in naher Zukunft auf dem Brett ereignet, besser entwickelt und umsetzt als der Gegner. Anders als klassische Sportarten, wo oft die physiologische Seite des Menschen dominiert – wer also härter zuschlagen, länger schwimmen, schneller sprinten kann und so weiter –, dominiert im Schach ohne jeden Zweifel der Geist über den Körper.
Wie immer man bezogen auf Schach diesen Geist auch auffaßt – ob als Muster-Erkennung, abstrakte Intelligenz, räumlich-zeitliches Vorstellungsvermögen, ob als Ausdruck von Monobegabung ohne Rückkopplung mit der restlichen Welt oder weitgefaßt als Zeichen humaner Intelligenz, die man auf jedes Gebiet ausdehnen könnte –, Schach ist hundertprozentig ein Spiel des menschlichen Bewußtseins.
Das heißt, wenn man verliert und nur ein bißchen mit dem Wesen des Spiels vertraut, also kein absoluter Anfänger mehr ist, der kaum weiß, wie die Figuren ziehen, schwingt im Hintergrund immer mit, daß man geistig nicht ganz auf der Höhe war. Zumindest im Vergleich zum Gegner oder zur Gegnerin. Weil es eben überhaupt kein Glücksspiel, anderseits auch nicht durch reine Geschicklichkeit und durch fleißiges Üben für jeden irgendwie zu meistern ist (wie beispielsweise Boule), kann der Verlust einer Partie sehr leicht das Gemüt extrem verstimmen. Daß jemand besser rennen kann als man selbst, ist eine Sache. Aber das jemand möglicherweise und wie auch immer letztlich belanglos – ist schließlich „nur“ Schach –besser denken könnte, ist deutlich schwerer zu akzeptieren.
Ich erinnere mich an meinen Großvater, der es zunächst amüsant fand, gegen mich – ein Kind von zehn Jahren – zu verlieren, es als Anfängerglück verbuchte, der aber dann, als er immer weiter chancenlos verlor, auch als er sich „anstrengte“, sehr schnell gar keine Lust mehr auf Schachspielen hatte. Nachvollziehbarerweise, denn wenn Schach nur ein bißchen mit intelligentem Bewußtsein assoziiert ist, dann ist es mehr oder weniger die Höchststrafe fürs Ego, gegen einen vom Leben noch recht ungeprüften Knaben in einem zutiefst intellektuell geprägten Spiel zu verlieren.
Und genau an dieser Stelle hausen die wahren Dämonen des Schachs. Es spielen nicht nur Vorstellungswelten über das, was die Stellung auf dem Brett bedeutet, gegeneinander, sondern diese Vorstellungswelten sind oft – und erschwerenderweise fast immer unbewußt – mit dem allgemeinen Bewußtsein der Spieler derart identifiziert, daß eine Niederlage ähnlich niederschmetternd für die Psyche sein kann, wie wenn eine Partei aus dem Bundestag fliegt oder eine einst glückliche Ehe plötzlich in haßerfüllter Scheidung endet.
Das klingt etwas übertrieben und ist es natürlich auch in gewisser Weise, vor allem für all die Menschen, die grundsätzlich keine Spieler sind. Aber für alle anderen ist es tatsächlich eher nicht übertrieben. Robert Fischer, jener Weltmeister, der sich nach dem Erlangen des Weltmeistertitels praktisch völlig vom Schach zurückzog, sagte einmal, daß es ihn glücklich mache, wenn er sehe, wie im Angesicht des Verlustes das Ego des Gegners zerbreche.
Es ist dieser inkludierte Psychotrip, der das hohe Suchtpotential von Schach erklärt. Die eigene Spielstärke ist mit der eigenen Vorstellungswelt nicht nur auf dem Schachbrett, sondern generell verschmolzen. Das heißt, nicht nur die eigenen Ideen hinsichtlich der jeweils konkreten Spielstellung stehen im Rampenlicht, sondern in einer Art epidemisch verbreiteten tiefenpsychologischen Kurzschluß die eigenen Ideen überhaupt, also das eigene Bewußtsein jenseits des Schachs. Jede Partie, ob in der Kneipe unter angetrunkenen Amateuren oder bei einem Weltmeister-Match von Großmeistern im Scheinwerferlicht internationaler Presse ist auf eine unterschwellige Art daher sehr oft ein Ego-Check: Wie genial oder begabt oder einfach nur besser ist mein Geist im Vergleich zu deinem?!
Es ist genau diese obsessive Ebene, die auch mich an dem Spiel fasziniert. Geradezu auf eine zenmäßig paradoxe Weise ist mir klar, daß wirklich erst dann, wenn mir das Resultat gar nichts mehr ausmacht – ich aber trotzdem noch sehr gut spiele, also vermutlich gewinne –, mein Geist den Ausweg aus den subjektiven und konditionierten Labyrinthen gefunden hat, nicht nur auf dem Schachbrett, sondern im Leben überhaupt. Hochkonzentriert zu spielen, aber wirklich zutiefst unberührt von Sieg oder Niederlage zu sein, tatsächlich zumindest schachlich auf Buddhas Spuren, wäre für mich ein untrügliches Zeichen, daß ich ein bißchen näher an echte Erleuchtung gekommen bin. Aber dieser Weg dürfte noch sehr weit und voller tiefenpsychologischer Drachen sein. Gerade eben habe ich eine Partie im Internet gespielt, verloren und wütend auf mich und auch meinen Gegner gedacht: „Ausgerechnet gegen diesen Vollidioten!“
Diese Schattenseite des Schachs, wo die Hybris des menschlichen Egos ihr häßliches Haupt erhebt, wird gerne als allgemein menschlich und nicht spezifisch für Schach heruntergespielt, beziehungsweise im Gegenteil als persönliches Problem nur einiger weniger, zutiefst neurotischer oder gar psychopathischer Persönlichkeiten dargestellt. Stattdessen wird lobpreisend und durchaus auch zu Recht auf die Schönheit und komplexe Tiefe des Spiels hingewiesen. Wie es zudem positiv den Charakter schon von Kindern schulen kann, weil es spielerisch lehrt, Verantwortung für eigene Handlungen (aka die eigenen Züge) zu übernehmen.
Was alles unzweifelhaft stimmt. Schach hat als Spiel eine logische Würde, einen seltenen ästhetischen Reiz und ist für Menschen ein nicht risikolos zu durchschwimmender und deswegen herausfordernder Ozean an geistigen Möglichkeiten. Aber eben genau diese positiven und spannenden Seiten spiegeln nicht nur das Potential des menschlichen Bewußtseins, sondern sorgen für eine kaum zu vermeidende bewußtseinsmäßige Identifikation des Spielers mit dem Spiel. Und an dieser Stelle wird fast immer im Zweifelsfall, also im Angesicht einer Niederlage, nicht die Schönheit und Tiefe des Spiels psychologisch getriggert, sondern das verletzte Ego. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Szene mit Magnus Carlsen, dem möglicherweise allerbesten Spieler, den die Welt je gesehen hat.
Eine emotionale Eruption, die nur dann ausgeschlossen ist, wenn sich das Ego schon in zenmäßige Freiheit transzendiert hat. Was allerdings gerade bei Schachspielern ein echtes Dilemma darstellt: Um zenmäßige Freiheit zu erlangen, also einen gewissen inneren Abstand zu sich selbst, müßte man Verluste vor allem auch gegen ratingmäßig schwächere Spieler vollständig akzeptieren. Aber um als Schachspieler gut zu sein und vor allem nicht die Lust am Spiel zu verlieren, darf man wiederum nicht zu viel verlieren. Das heißt, man kann das Mindset von Zen nicht gut trainieren, wenn man gewinnt, gewinnt man aber nicht, macht Schachspielen keinen besonderen Spaß. Das ist wirklich ziemlich vertrackt.
Ich vermute aber, daß meine ehemalige Kinderseele Schach intuitiv ganz richtig eingeschätzt hat: Es ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib, aber irgendwas fehlt zur gleichsam spirituellen Vollständigkeit. Von heute aus gesehen, würde ich sagen, daß Schach archetypisch um die Bedürfnisse des Egos kreist, weswegen es so verführerisch für viele ist. Der wahre Test für die Reife der eigenen Psyche läge für Schachspieler dann darin, die bewußtseinsmäßige Identifikation mit Schach zu lösen. Entweder Niederlagen also vollständig zu akzeptieren oder das Spiel tatsächlich nicht mehr bitterernst zu nehmen. Beides ist sehr viel leichter gesagt als getan.
Andererseits: Sehr viele Weltmeister, die oft fast über Nacht das Interesse an den Figuren verloren, obwohl sie ihre Zeitgenossen schachlich dominierten, scheinen diese ziemlich spirituelle Einsicht, die auf Distanzierung von dem beruht, worin man extrem gut ist, zu bestätigen. Weltmeister zu werden, scheint tiefenpsychologisch eher der Anfang und nicht das Ende des Weges zum wahren Selbst zu bedeuten. Es geht sogar ganz ohne den Titel. Was gerade für alle schachlichen Patzer dieser Welt eine vielleicht tröstliche Botschaft sein könnte.